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42. Betreuertagung in Breklum

Autor: CIS am 04.05.2019

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Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat das Engagement der Betreuerinnen und Betreuer von Naturschutzgebieten in Schleswig-Holstein gewürdigt. "Ohne den vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz unserer Schutzgebietsbetreuerinnen und -betreuer können wir nicht bestehen. Ihre Arbeit hilft uns, Natur zu bewahren. Das ist angesichts des enormen Wandels, dem das Land durch Intensivierung der Landwirtschaft, Infrastrukturmaßnahmen und auch durch die Energiewende unterworfen ist, besonders wichtig", sagte Minister Albrecht am Samstag (4. Mai) bei der jährlich vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) veranstalteten Schutzgebietsbetreuertagung im Christian Jensen Kolleg in Breklum.

Foto: Goegeo [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Schleswig-Holsteins Natur profitiert ganz wesentlich vom ehrenamtlichen Engagement: Naturschutzverbände kümmern sich bereits seit fast einem Jahrhundert um einzelne Schutzgebiete. Heute betreuen 42 Naturschutzverbände und 6 Einzelpersonen 183 Gebiete zwischen Nord- und Ostsee. Weiterhin werden 28 Schutzgebiete von Gemeinden, Städten und Kreisen sowie den Schleswig-holsteinischen Landesforsten, dem Bundesforst, einer lokalen Aktion und der Naturschutzstation Eider-Treene-Sorge-Westküste betreut.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) veranstaltet jährlich eine Tagung dieser Schutzgebietsbetreuerinnen und -betreuer. Rund 100 ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer aus ganz Schleswig-Holstein treffen sich mit den Fachleuten des LLUR, der unteren Naturschutzbehörden und des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) zu einem Erfahrungsaustausch. Schwerpunktthema der 42. Tagung ist der Beltringharder Koog - mit rund 3.350 Hektar das größte Land-Naturschutzgebiet in Schleswig-Holstein. Es befindet sich im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge-Westküste.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer, des WWF-Husum, des BUND und des NABU sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Nordfriesland sind an der Organisation der Tagung maßgeblich beteiligt.

Hintergrund:

Die Betreuer beobachten und erfassen die Entwicklungen in den Schutzgebieten und informieren die Öffentlichkeit. Den Naturschutzbehörden teilen sie notwendige Schutzmaßnahmen mit oder führen diese selber durch - dazu zählen unter anderem Wiesen mähen, Zäune flicken, Informationsschilder aufstellen und jährliche Betreuungsberichte erstellen.

Neben dem "Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" als größtes Schutzgebiet werden insgesamt 164 der 200 Naturschutzgebiete sowie 21 EG-Vogelschutzgebiete und 27 Fauna-Flora-Habitat-Gebiete betreut.

Die Ausgaben, die im Rahmen der Betreuung beispielsweise durch Pflegemaßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit entstehen, werden bis zu 90 Prozent vom Land Schleswig-Holstein getragen. Die verbleibenden 10 Prozent müssen von den Verbänden selbst aufgebracht werden. So flossen 2018 etwa 1.143.000 Euro Landesmittel in diese landesweit verantwortungsvolle Arbeit.


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