Verschiedene Möglichkeiten des Hausbaus

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Redakteur

(CIS-intern) – Ein Eigenheim zu besitzen ist der Wunsch von vielen Menschen. Um das realisieren zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Herangehensweisen. Eine lange Zeit gehörte das gemauerte Massivhaus zum Standard in Deutschland. Aber mittlerweile gibt es einige Alternativen dazu und die verschiedenen Bauweisen können sich sich teilweise stark unterscheiden.

Foto: von Capri23auto auf Pixabay

Zu den wichtigsten Bauweisen gehören das Massivhaus, das Fertighaus sowie auch das Holzhaus. Bei den drei Bauweisen gibt es vor allem Unterschiede bei den Baumaterialien sowie bei der Herstellung bzw. beim Aufbau. Ein Massivhaus wird normalerweise auf einem Grundstück mit Bausteinen gemauert. Dagegen werden bei einem Fertighaus vorgefertigte Bauelemente (aus Holz, Gips, Dämmmaterial) verwendet. Mit LKWs werden die ganzen Wände angeliefert und dann vor Ort zusammengesetzt. Bei den Holzhäusern handelt es sich häufig um Fertighäuser. Aber man findet sie ebenso als Massivbauweisen, wo dann beispielsweise ganze Balken vor Ort verbaut werden.

Das schlüsselfertige Haus, Bausatzhaus oder Ausbauhaus

Es gibt weitere Unterscheidungsmerkmale wenn es um die verschiedenen Bauweisen und um die Arbeiten geht, die man selbst als Bauherr erledigen kann, beziehungsweise darf. Man muss nur dabei wissen, dass es bestimmte Gewerke gibt, die in jedem Fall von einem Profi übernommen werden müssen. Dazu zählen dann beispielsweise die Elektrik oder auch der Gasanschluss. Ebenso sollte die Heizung von einem Heizungsbauer installiert werden. Wer ein Haus bauen möchte, sollte auf alle Fälle den Bauvertrag sowie die Leistungsbeschreibung überprüfen. Das ist besonders für Bausatz-/Ausbauhäuser wichtig, weil hier geregelt ist, welche Arbeiten man als Bauherr selbst durchführen kann und für welche das Bauunternehmen zuständig ist.

Das schlüsselfertige Haus

Für viele Menschen ist sicherlich das schlüsselfertig Bauen sehr interessant. Der Begriff „Schlüsselfertig“ wird als Abgrenzung gegenüber Ausbauhäusern verwendet. Wer so baut, möchte in der Regel selbst keine Handgriffe mehr machen müssen, sondern man möchte die Schlüssel überreicht bekommen und einfach einziehen können. Um zu überprüfen, ob das tatsächlich so auch der Fall ist wird geraten, als Bauherr den Bauvertrag und die Leistungsbeschreibung sorgfältig durchzulesen. Auch sollte man wissen, dass Schlüsselfertig nicht automatisch bedeutet, dass keine Zusatzkosten entstehen können.

Das Ausbauhaus

Bei dem Ausbau- oder auch Mitbauhaus handelt es sich um keinen geschützten Begriff und auch nicht um eine bestimmte Bauweise. Hausbauunternehmen möchten damit auf die zunehmende Nachfrage von Bauherren reagieren, die selbst auf der Baustelle mit anpacken möchten, um so Kosten einzusparen. Einige Hersteller bieten deswegen ihre Häuser in verschiedenen Ausbaustufen an. Das bedeutet jedoch nicht, dass man als Bauherr wirklich alles selbst fertigstellen muss. Man kann die unterschiedlichen Arbeiten auch an andere Handwerker übertragen. Bei einem Ausbauhaus kann man Geld sparen, muss aber – im Unterschied zum Bausatzhaus – nicht alles selbst erledigen. Es kann hier nur passieren, dass man sich selbst sowie die eingesparten Kosten überschätzt.

Das Bausatzhaus

Bei einem Bausatzhaus wird vom Haushersteller ein Bausatz / das Baumaterial gestellt. Manchmal gibt es Bauworkshops, in denen man die Handgriffe und das nötige Hintergrundwissen beigebracht bekommt. Es gibt auch Baufirmen, die stellen einem einen Bauleiter oder einen Baubetreuer zur Seite. Dieser wird dann mit den vor Ort vom Bauherrn zusammengestellten “Laienarbeitern” das Haus aufbauen. Bei den Bausatzhäusern kann man einen gewissen preislichen Vorteil haben. Der Nachteil könnte die längere Bauzeit sein. Dazu kann es für einen Bauherrn und die ganze Familie belastend werden, sich über eine längere Zeit (an jedem Feierabend, an Wochenenden und im Urlaub) nur mit dem Hausbau zu beschäftigen. Am Ende kann der Bauherr aber stolz darauf sein, tatsächlich ein Haus selbst gebaut zu haben.